sinnsucht

1
Jun
2013

almereyda

die ohren angelehnt. zur blauen stunde.
ich kann meinen schal nicht finden!
die wölfe seien wohl noch immer hinter mir her,
dachte ich soeben.

dem verlust der unabhängigkeit in den rachen starrend
erwarte ich vor mir und allen anderen
ein auftreten, aufstehen vor unbekannter meute denen etwas fehlt.
sei es einheitliches rauschen oder keinerlei daneben.

schirmschaumig schaudert es mich, erkennend was wollen würde und sich nicht ließ.
wie die ignoranz der routine dem geflissentlichen träumer den garaus...
rinstenbalgig vor ent-schlossener, getriebener mannigfaltigkeit.
die kondensation im kristallenen stern geballter schaffenskraft.

und was sich behäbt, betritt den nächsten salon.
geistreiche nacktheit der seelen. vor einander und sich selbst.
krümelige porenfüller bahnen sich ihre wege in unentdecktes terrain.
wessen kaleidoskopartigen regenbogenhäute sich wohl im gegenüber spiegeln?

ausgemaltes inferno epistemischer tragweite
im beständigen besinnen der eigen-artig-en begrenzungen.

möchte ich mit den worten zweier großartiger österreichischer künstler schließen. zum thema darm:

"Schnappt der Fisch den Wurm vom Köder,
ist am Köder eben dort,
der Wurm,
der vorher da war,
fort."

Dies ist der so genannte
"Wurm-fort-Satz"

17
Feb
2005

auf zu neuen ufern

die banalität des alltags frisst sich in meine zeit. momente entstehen und gehen, ohne dass sie etwas bedeuten. religionsarbeit am system der unbelasteten. (?)

sofern ich mir sicher sein kann...

ich möchte doch nur...

aber bald fahre ich los, bald.

sonstiges? nada, nur eine. sie.


wie kann man solches glück nur beschreiben?

sandkorn

was war dieser abend ohne den letzten moment?
ein sandkorn.

was war dieser tag ohne dass sie mich kennt?
ein sandkorn.

aber mit ihr
den tag zu verbringen

das ist nur schönheit.

16
Feb
2005

siebzehn stunden.

siebzehn stunden war ich wach, einmal, an einem tag. keine pause, keine ruhe. und dann starb ein funken in mir.

noch glüht er, aber ich weiß nicht mehr, wie lange. seine kraft erschöpft sich grad um grad und bald ist er eiskalt wie alles andere um ihn herum. gefrorenes feuer.


ich habe nichts mitzuteilen, ich habe nichts zu denken, ich habe nichts. nihilismus im kopf wider die gewohnheit.

die sonne darf aufgehen, sie darf und darf, aber sie kommt nicht. ich sehe sie scheinen, diffus hindurch. wolkenbänder treiben im himmelsmeer ihr unwesen und spielen verquickt mit dem licht.
aber wissen sie denn nicht, dass sie schatten werfen, schatten auf uns?

und sie spielen verquickt mit dem licht.

erwartungen darf man nicht hegen, hoffnungen nicht fürchten. mut ist die formel zum glück der unglücklichen. ein schwarzes glück.

ich weise ab und kehre wieder.

ein loch im kopf.