29
Jan
2016

Das Schwirren des Blickes

Platz am Kaisersteg
2016ter neunundzwanzigster Januar

Entkörperlichter Dualitäten entledigt,
schielen wir den unbeleuchteten Pfad entlang
einvernehmlichen Vertrauen entgegen.

Vermeindliche Unlogiken erschließen sich dennoch,
und sei ihrem werdenden Anschein kleinbeigegeben.
Verdunstende Obszönitäten quälen nicht mehr.

Das Schwingen der Luft im glancing blow
der zunehmenden Gewissheit einer schwerlichen Beredung.
Zerstrebende Gravitäten berieseln sich gegenseitig.

Trinäre Ordnungen verflüssigende Grammatiken
die in gebrochenen Zeitenräumen Zeitlichkeit verräumen,
formuliert in toposophischen Lexemen.

Gebundene Splitter im Zerrspiegel ihrer Einspiele
die sich auf einander schlicht in stiller Ruhe begegnen,
der Bewegung ihren Lauf durch Stillstand gewährend.

17
Mrz
2015

übergänge

im gespräch mit den geistern der vergangenheit
nicht vermittelt nurmehr durch bücher und erzählungen
sondern im steten strom der gegenseitigen verunsicherung.

erheiternde erwägungen die schließlich im grinsen münden
sich dabei herausgehangen und
- wobei eigentlich? - vollends ausgelassen zu haben.

21
Jan
2015

Kontinuität und Leere

Kein Wort kann ausfüllen, welchen Verwünschungen es auch immer sich ausgesetzt sieht, worin sich gedankliche Entkörperlichungen befinden.

Beim steten Spinnen der verworfensten Kombinationen fügen sich die flüchtigen Gestalten chaotischer Inferenz aufeinander und hinterlassen einen sprachlichen Schatten ihrer unmöglichen Existenz.

So sehr sich die Erkenntnisfähigkeit mit den Belangen alltäglicher Kosmologien befasst, verschwindet im steten Schweigen was sich den Zeiten enthebt und Frieden stiftet.

In gebrochenen Zeiten von epistemologischem Ausmaß verliert auch die Hoffnung nicht ihre Wirkung als heilendem Atem in stickigen Räumen.

Ein Vertrauen in die Stärke der evolutionären Selbstbehauptung verbleit.

1
Jun
2013

almereyda

die ohren angelehnt. zur blauen stunde.
ich kann meinen schal nicht finden!
die wölfe seien wohl noch immer hinter mir her,
dachte ich soeben.

dem verlust der unabhängigkeit in den rachen starrend
erwarte ich vor mir und allen anderen
ein auftreten, aufstehen vor unbekannter meute denen etwas fehlt.
sei es einheitliches rauschen oder keinerlei daneben.

schirmschaumig schaudert es mich, erkennend was wollen würde und sich nicht ließ.
wie die ignoranz der routine dem geflissentlichen träumer den garaus...
rinstenbalgig vor ent-schlossener, getriebener mannigfaltigkeit.
die kondensation im kristallenen stern geballter schaffenskraft.

und was sich behäbt, betritt den nächsten salon.
geistreiche nacktheit der seelen. vor einander und sich selbst.
krümelige porenfüller bahnen sich ihre wege in unentdecktes terrain.
wessen kaleidoskopartigen regenbogenhäute sich wohl im gegenüber spiegeln?

ausgemaltes inferno epistemischer tragweite
im beständigen besinnen der eigen-artig-en begrenzungen.

möchte ich mit den worten zweier großartiger österreichischer künstler schließen. zum thema darm:

"Schnappt der Fisch den Wurm vom Köder,
ist am Köder eben dort,
der Wurm,
der vorher da war,
fort."

Dies ist der so genannte
"Wurm-fort-Satz"

20
Mai
2012

haiku

zwei reiher schweben dahin;
einige wenige zittern
die meisten blätter ruhen still